Kirche Gröbitz

Die Dorfkirche zu Gröbitz

Ihr Kirchturm ist weit in der Ferne sichtbar und hurra, es gibt ihn noch. Nicht ganz selbstverständlich! - In einem Flyer zum Tag des offenen Denkmals 2008 schreiben Gröbitzer  Kirchenmitglieder einen kurzen Geschichtsabriss:
„Wir begrüßen Sie ganz herzlich in der Dorfkirche zu Gröbitz! Der Ort Gröbitz wurde 1135 erstmalig urkundlich erwähnt. Um die erste Jahrtausendwende unserer Zeit, als erste deutsche Siedler bis an die Saale vorstießen, kam auch der christliche Glaube in diesen Landstrich. 
Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass auch damals schon eine kleine Kirche errichtet wurde. In gotischer Zeit (12./13.Jhdt.) muss es schon ein bemerkenswerter Bau gewesen sein, jedenfalls wird das durch den Turmbau mit den spätgotischen Maßwerkfenstern angedeutet.
In ihrer jetzigen Gestalt mit dem rechteckigen Chor allerdings stammt der Kirchenbau aus der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts. Eindrücklich belegt dies unter anderem. das übergiebelte Westportal in Sandsteineinrahmung mit seinem klassizistischen Charakter.
Auch das Innere der Kirche stammt überwiegend aus dieser Zeit. Hinzuweisen ist besonders auf die Hufeisenempore mit ihrem farbigen Darstellungen biblischer
  Geschichten, den Kanzelaltar mit den Figuren des Mose (links) und Johannes dem Täufer (rechts), mit den Engeln im gesprengten Giebel und dem Gemälde der Heiligen Familie und auf die große Patronatsloge, verziert mit Blattschnüren und einer Doppelwappen-kartusche sowie den emblematischen Darstellungen in den Brüstungsfeldern. 
 
Holzschnitt Gröbitz
Dorfansicht von Gröbitz - Linolschnitt

  Die kleine neugotische Orgel auf der Westempore dagegen wurde erst um die Jahrhundertwende 1793 eingebaut. Im Jahr 2000 wurde sie gereinigt, vom Wurmbefall befreit und neu gestimmt.
  Ein Werk unserer Zeit ist die Engelsskulptur im Altarraum, gestaltet durch den Leipziger Bildhauer Reiner Strege von 1997.
In den Jahren 1995/96 konnte nach umfangreichen Vorarbeiten, insbesondere durch Bauingenieur Michael Bregulla, verschiedenen Geldgebern sowie der großen Unterstützungsbereitschaft der Gröbitzer Kommune und den vielen Spenden von Gemeindegliedern und ihren Familien der stark geschädigte Turm wieder hergestellt werden, ein Vorhaben von fast zweihunderttausend Mark!  
  Die Uhr erhielt ein neues Ziffernblatt und die Läutanlage wurde repariert. Sehr zur Freude schlägt sie seitdem wieder zu jeder vollen Stunde. Abends wird 18 Uhr zum Feierabend geläutet.
Umfangreiche Arbeiten wurden im Außenbereich der Kirche durchgeführt, die Nordwand trocken gelegt und die Kirchhofmauer neu verfugt und ausgebessert. Der romantische Friedhof konnte sorgsam wieder hergerichtet werden. Im Jahr 2000 wurden die Holztreppen zur Empore erneuert. 
Einem Gröbitzer Ehepaar ist es zu verdanken, dass allabendlich mit Einsetzen der Dunkelheit der Kirchturm angestrahlt wird.
 
Kirche Gröbitz
Die Kirche in Gröbitz

  Es wurde viel getan in unserer Kirche. Wir sind aber noch lange nicht fertig. Das Eingangsportal und der Steinfußboden im Altarraum müssen saniert werden. Auch das Gestühl ist stellenweise marode. Von einer Heizung sind wir noch weit entfernt.
Alles was erreicht wurde, konnte nur mit Hilfe unserer Menschen vollbracht werden. Uneigennützig setzen sie sich für ihre und unsere Kirche ein. Dafür danken wir herzlich! 
  Wenn Sie sich in irgendeiner Weise an unseren Vorhaben beteiligen wollen, Ideen oder Vorstellungen haben, können sie sich gern an unseren Kirchgemeinderat Gröbitz sowie unseren Pfarrer Frieder Wisch in Langendorf wenden. 
Wir laden Sie zum Besuch und Gebet in unser Gotteshaus herzlich ein! Wir möchten gern so wie andere Orte, eine Interessengemeinschaft zur Erhaltung des Bauwerkes Kirche in unserem Dorf gründen! Wir freuen uns auf ein lebendiges Mit-einander unterm dem Dach dieses Gebäudes!“

 
Ihr Kirchgemeinderat Gröbitz