Kirche Prittitz

Die Prittitzer Kirche geht mit Ihrer Geschichte bis um 1100 zurück, denn in diese Zeit wird die Kirchengründung datiert. Um 1150 wurde der Chroturm errichtet, typisch für diese Zeit mit grob zugehauenen Steinen ohne einheitliche Abmessungen. 1218 wurde ein Hospital zusammen mit der Prittitzer Pfarrkirche durch Mechthild v. Lobdeburg gegründet. Zwischen 1277 bis zur Reformation gehörte die Kirche sowie der gesamte Ort zum Kirchenlehn des Zisterzienserinnenklosters Beuditz. Im 13. Jh. wurde die Apsis (östlicher Altarraum mit rechteckigem Grundriss und Giebelkreuz) angebaut und im 16. Jh. wurde der Westteil erweitert, der im 17. Jh. nochmals verändert wurde, so dass die heutige Kirche mit einer Länge von 23,5 m und einer Breite von 8 m entstand.
Im Innern der Kirche befindet sich ein schlichter Kirchenraum mit hölzerner Tonnendecke, die teilweise sehr detailliert und farbig bemalt ist. In der Apsis sind ebenfalls Wandmalereien zu finden, die - teilweise zertsört - aus der Gotik stammen. Genau wie die Sakramentsnische mit Kielbogen und eiserner Gittertür.
Im Kirchenschiff befinden sich beidseitig längs Doppelemporen und mittig oberhalb die geschwungene Orgelempore mit der um 1793 erbauten Barockorgel (davor eine kleinere Orgel aus dem Jahr 1764), die 1999/ 2000 umfangreich restauriert wurde.
Am Aufstieg zum Glockenraum zwischen Turm und Schiff befindet sich ein romanischer Triumphbogen. Im Turm selbst sind zwei Glocken zu finden, sie wurden nach dem 1. Weltkrieg durch die Glockengießerei Aplda aus Stahl hergestellt. Die Uhr wurde bereits 1878 von Steingewichten auf ein kleineres Werk mit Aufzug umgerüstet und 1995 mit einem neuen Ziffernblatt ausgestattet.

Kirche Prittitz