Kirche Selau

Kirche Borau

Die Frühgeschichte unseres Gotteshauses ist eng verknüpft mit der Geschichte des Weißenfelser Klosters St. Claren. Urkundlich nachweisbar schenkte Friedrich der Freidige (um 1300) dem Kloster vier Märkte (auch Stößen und Hohen-mölsen) und außerdem noch das Dorf Selau oder damals „Selowe“ (Salzaue). Der Zeitpunkt der Ent-stehung des Selauer Gotteshauses ist  nun nicht genau feststellbar. Ursprünglich stand an Stelle unserer jetzigen Kirche eine Nonnenkapelle des Klosters St. Claren, da wo sich heute der Altarraum befindet. Vorher befand sich auf einem Hügel außerhalb der ersten Dorfanlage eine sorbische Kultstätte (heidnische Opfer).
Im Zuge der Christianisierung wurde hier dann später die Kirche gebaut, so dass sich Selau wohl über ein Jahrhundert lang unter klösterlichem Schutz befunden hat. In der Matrikel von Zorbau vom Jahre 1540 heißt es: „Zorbau Pfarre, Selau Filial und Borau haben zuvor zum Kloster Weißenfels gehört“. Cleben wurde von der Parochie Treben seelsorgerisch betreut. Nach der Wüstung und Feuersbrunst von Treben kam Cleben dann zur Filal Selau und ab 1539 wurde dann in Weißenfels die Reformation eingeführt. Vermutlich wurde in der Kirche Selau 1540 erstmalig lutherisch gepredigt. Der Ort gehörte von 1540 bis 1588 zur Parochie Gerstewitz. Von 1588 bis 1886 (298 Jahre) war Selau Filial von Weißenfels und erst seit 1886 gehört Selau zu Zorbau. Am 1. Januar 2003 wurde aus den Kirchengemeinden Granschütz, Zorbau, Taucha, Gerstewitz, Nellschütz und Selau zum Kirchspiel Zorbau gebildet.