Gebäude und Einrichtungen

An der Vorhalle befindet sich die Jahreszahl 1794, das Jahr der völligen Renovierung und Erneuerung mit diesem Anbau. Das Innere wird geprägt durch die hufeisenförmige Doppelempore und das Gewölbe mit Gaupenfenstern.
 Die Kirche besitzt eine elektrische Fußbodenheizung. Die Innen-renovierung der Kirche ist geplant, kann aber aus Spenden- und Eigenmitteln durch die Kirchen-gemeinde alleine nicht bewältigt werden.  Bis zum Jahre 1830 wurde der Neubau des Kirchturmes der Selauer Kirche ausgeführt.
Der um die Kirche liegende Friedhof wurde mehrfach erweitert und ist nach der Wende zum Park gestaltet worden. Beerdigungen finden nur noch auf dem neuen Friedhof statt. Erst im Jahre 1688 wurde vom Orgelbaumeister Zschukelt die erste Orgel gebaut, die 1799 durch eine neue Orgel ersetzt worden ist. Unsere jetzige Orgel wurde durch den Weißenfelser Orgelbaumeister Friedrich Ladegast im Jahre 1854 in das vorhandene Orgelgehäuse als zweimanualiges Instrument neu eingebaut und ist original als eine Schleifladenorgel erhalten geblieben.
1911 führte der Sohn Oskar Ladegast eine Reparatur durch und die 1917 für Kriegszwecke beschlagnahmten Prospektpfeifen wurden erst 1938 ersetzt und das Werk wurde völlig überholt und gestimmt.
Im Frühjahr 2005 erfolgte eine weitere Generalüberholung und –reinigung der Orgel durch Herrn Th. Zimmermann aus Halle. Dabei wurden auch das Gebläse und der Elektromotor erneuert und darauf geachtet, dass bei der Reparatur die romantische Klangfülle Ladegast’s erhalten geblieben ist. Die Kirche wird nun neben den Gottesdiensten oft auch für Orgelkonzerte genutzt. An den Emporenbrüstungen befinden sich oval gerahmte biblische Malereien (oft mit naivem Charakter). In der kartuschen-gerahmten Predella des Hochaltars wird das Abendmahl dargestellt.
Von den ursprünglich drei vorhandenen Glocken ist heute nur noch eine erhalten, die mit einer elektrischen Läuteanlage betrieben wird.
 
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